Dass und wie gut Crowdsourcing auch im Kreativbereich funktioniert, kann man gerade mal wieder an unserer aktuell noch laufenden Aktion “Feel good style” für MAM Babyartikel sehen. Der Einsendeschluss ist vorüber. Das Voting läuft noch bis morgen. 136 (freigegebene) Einsendungen von letztendlich 65 Designern, über 5.000 Votes die es definitiv sein werden, etwa 200 Kommentare – all dies spricht eine deutliche Spache. Und das in einem sehr speziellen Segment. Nicht jeder Kreative ist willens und in der Lage eine Illustration an eine Babyflasche und einen Schnuller anzupassen.
Was uns aber noch viel wichtiger ist: die Qualität. Bitte nehmen sie sich einmal 5 Minuten Zeit und stöbern sie durch die Galerie. Wenn sie nicht mindestens zwei Designs finden, bei denen sie herzhaft schmunzeln müssen oder bei denen sie dachten “Würd ich sofort Freunden schenken”, dann fällt es mir schwer ihnen das zu glauben. Denn die grafische Qualität und die Klasse der Ideen sind beeindruckend. Das sage ich nicht ganz ohne Stolz.
Doch das erreicht man nicht durch reines Einstellen eines Contests ins Internet! Es gibt immer mehr Plattformen, wo man mal schnell für 100 Euro sich ein Logo machen oder ein Webseitendesign erstellen lassen kann. Doch das hat nichts mit Crowdsourcing zu tun. Es gibt kein funktionierendes Zusammenarbeiten einer Community. Es gibt nur ein paar Freelancer, die schnell aus der Schublade ein Logo oder ein Webdesign hochladen. Fließband-Arbeit.
Unter Crowdsourcing in seiner besten Ausprägung verstehe ich viele verschiedene Menschen, die durch die Communitymanager persönlich angesprochen werden. Darunter verstehe ich kritische Geister, die in den Kommentaren und Votings herausragende Arbeiten nach vorn spülen und schwächere Einsendungen nach hinten platzieren. Darunter verstehe ich einen Crowdsourcing-Prozess, bei dem es am Ende nicht nur einen Sieger gibt (wie bei den Billiganbietern) und bei dem wir als Veranstalter versuchen der Community ein gutes Gefühl des ganzen Prozesses zu vermitteln. Es geht uns NICHT um schnelle und billige Designs. Es geht um Qualität in vielen verschiedenen Facetten. Und dafür ist die Community das Wichtigste! Und ein gutes, ehrliches, offenes und offensives Communitymanagement ist unerlässlich dafür. Und eine Incentivierungsstrategie, die nicht allein auf einen einzigen Sieger setzt und einen Haufen Verlierer, die danach total demotiviert sind und beim nächsten Mal fern bleiben.
Und dann kommen dabei solch großartigen Ergebnisse bei heraus wie bei “Feel good style”. So setzen wir Crowdsourcing um. Gern auch für SIE als neuen Kunden.
Einige Beispiele aus dem Contest:
Die Designs stammen von: Christian Jäger, Marie Geißler und Stephan Markwarth.




